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Aktive Hilfe für Kinder seit 15 Jahren

Evangelisches Kinder- und Jugendhaus Centrumplatz feiert Jubiläum mit vielen Gästen. Blick in die Geschichte und die Angebote der Einrichtung.

Superintendent Heiner Montanus spricht Grußworte zum Jubiläum des Kinder- und Jugendhauses. Foto:Gero Helm

15 Jahre Diakonisches Zentrum: Hinter dieser Jahreszahl, dem Jubiläum und der Einrichtung steckt weit mehr als ein Bestehen seit anderthalb Jahrzehnten. Das evangelische Kinder- und Jugendhaus, eine Jugendhilfeeinrichtung des Diakoniewerkes Gelsenkirchen und Wattenscheid, ist ein fester und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil in der Jugend- und Familienhilfe auch über Wattenscheid hinaus geworden.

Gestern feierten das Kinder- und Jugendhaus seinen Geburtstag – mit vielen Gästen. Heiner Montanus, Superintendent des Kirchenkreises Gelsenkirchen/Wattenscheid, Bezirksbürgermeister Manfred Molszich, Jugendamtsleiter Dolf Mehring und Hermann Päuser als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, sowie Dr. Norbert Lammert, ehemaliger Bundestagspräsident, gratulierten mit Grußworten und Festrede. Einrichtungsleiter Peter Vorndamme dankte – auch im Namen seines Teams – für die Unterstützung und Anerkennung über all die Jahre.

Ein Blick in die Geschichte mit Zahlen, Daten und Fakten: Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe werden insgesamt ca. 170 Kindern, Jugendlichen wie auch jungen Erwachsenen differenzierte Hilfen zur Erziehung von insgesamt 150 Mitarbeitenden angeboten. Rund 50 Arbeitsplätze sind in den vergangenen 15 Jahren dadurch in Wattenscheid für Erzieher und Sozialpädagogen entstanden. Weitere 15 Stellen sind am Centrumplatz durch das Angebot des Ambulanten Jugendhilfezentrums angesiedelt.

Das Kinder- und Jugendhaus begleitet und unterstützt rund 90 Familien durch Fachkräfte im Sozialraum Wattenscheid – in intensiver Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Bochum. Weitere Familien erhalten ambulante Hilfen in Form von Familientherapie, ambulantem Familienclearing durch das Familienbüro, das seit 2012 auch seinen Sitz am Centrumplatz hat. Als weitere Angebote des Familienbüros werden vor allem jüngere Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen dauerhaft nicht mehr in ihrer Ursprungsfamilie leben können, in Westfälische Pflegefamilien vermittelt und durch besonders qualifiziertes Fachpersonal in dieser neuen Lebensform begleitet.

Die Fünf-Tage-Gruppe als Angebot der Kinder- und Jugendhilfe besteht seit nunmehr 15 Jahren am Centrumplatz. Sie entlastet Familien im Alltag und arbeitet mit den Eltern an der Stärkung ihrer Erziehungskompetenz, indem bis zu zehn Kinder von Sonntagnachmittag bis Freitagnachmittag in der Gruppe rund um die Uhr betreut werden.

Kinderschutzvilla, Familienhaus und Jugendwohnprojekt

Unterstützung auf dem Weg in ein neues Leben

Eine vorübergehende Unterkunft finden seit 2004 bis zu acht Jugendliche aufgrund familiärer Krisensituation im benachbarten Jugendschutzzentrum. Diese Hilfe wurde 2015 von insgesamt 65 Jugendlichen in Anspruch genommen.

Im Oktober 2009 wurde das Mutter-Vater-Kind-Haus am Centrumplatz eröffnet. Hier können auf insgesamt 500 qm bis zu fünf Mütter/Väter oder Paare mit ihrem Säugling/Kleinkind in Überforderungssituationen Hilfe, Begleitung und Unterstützung erfahren. Im vergangenen Jahr haben insgesamt 13 Mütter/Väter oder auch Paare aus dem gesamten Ruhrgebiet diese Hilfe in Anspruch genommen. Als Ergänzung zu den am Centrumplatz angebotenen Hilfen wurde im Mai 2010 das Jugendwohnprojekt in der Elisabethstraße eröffnet. Hier können Jugendliche ab 16 Jahren eigenständige Lebens- und Haushaltsführung in kleinen Wohneinheiten mit intensiver pädagogischer Begleitung einüben und lernen. Zusätzlich steht im Erdgeschoss eine Wohnung für zwei unbegleitete minderjährige Ausländer zur Verfügung. Ergänzt wurde das Angebot am Centrumplatz 2013 durch die Eröffnung einer Kita mit insgesamt 45 Plätzen für zwei U-3-Gruppen für je zehn Kinder und einer Ü-3-Gruppe für 25 Kinder.

Im Jahr 2014 wurde die Kinderschutzvilla in der Graf-Adolf-Straße – als Gegenstück zum Jugendschutzzentrum – eröffnet. Hier finden Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren einen vorübergehenden Schutz- und Schonraum, wenn sie aufgrund familiärer Krisen nicht in ihrer Ursprungsfamilie bleiben können.

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Grußwort des Superintendenten des Kirchenkreises Gelsenkirchen und Wattenscheid

Grußwort des Bezirkbürgermeisters

Grußwort des Jugendamtsleiters der Stadt Bochum